Eine Bleibeperspektive durch Anstellung im Recyclingzentrum – Kristina aus Serbien

Kristina ist 25 Jahre alt und lebt im Dorf Toljevac in der Gemeinde Varvarin in Serbien. Trotz Schulabschluss und eines Friseurkurses hat sie bisher keine dauerhafte Beschäftigung finden können.

Ihr Vater ist infolge einer Verletzung arbeitsunfähig, ihre Mutter schwer krank. Neben der Rente des Vaters und der Mindestrente der Großmutter besteht die einzige regelmäßige Einnahmequelle der Familie im Verkauf von Erdbeeren und anderen Lebensmitteln, die sie in ihrem Garten anbauen.

Kristina arbeitete oft als Saisonarbeiterin auf nahe gelegenen Bauernhöhen, um etwas Geld dazu zu verdienen. Dank Unterstützung der Bundesregierung konnte sie nun ein Fachpraktikum für Abfalltrennung in einem Kommunalunternehmen in Varvarin absolvieren. Nach ein paar Monaten beschloss die Geschäftsführung, sie wegen ihrer sorgfältigen und engagierten Arbeit im Unternehmen zu behalten.

Für das Kommunalunternehmen „JKP Varvarin“ wurden im Rahmen des BMZ-Vorhabens „Modernisierung Kommunaler Dienstleistungen“ Eimer und Container für Mülltrennung und ein Fahrzeug für die Abfallsammlung gekauft, sowie ein Recyclingzentrum gebaut. Damit sind die Voraussetzungen für die Beschäftigung von mindestens sechs Personen aus schutzbedürftigen Gruppen, welche Kunststoffe und Kartons für das Recycling sortieren, geschaffen worden.

Für Kristina ist dieser neue  Job sehr wertvoll. Dank dem regelmäßigen Einkommen kann sie zu ihrem Familienhaushalt beitragen.

Wie viele ihrer Altersgenossen hatte auch Kristina zuvor mit dem Gedanken gespielt, ein besseres Leben im Ausland zu suchen.

Dennoch würde sie wegen ihrer Familie und Freunde lieber in Serbien bleiben. Jetzt, da sie eine Arbeit hat, fühlt sie sich besser und ist zufrieden. Sie sieht ihre Perspektive in Serbien.