Als eine Form der Unterstützung durch die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie wurden an ausgewählte öffentliche Kommunalbetriebe und Gemeinden Pakete mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln verteilt. Im Auftrag der Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat die GIZ im Rahmen des Offenen Regionalfonds für Südosteuropa zur Modernisierung kommunaler Dienste Pakete verteilt, die Desinfetionsmittel, Masken, Handschuhe, Schutzanzüge und Visiere umfassten. Der Gesamtwert der Unterstützung liegt bei 50.000 Euro. In der ersten Runde der Paketverteilung hat man die Städte Kragujevac, Kladovo, Loznica, Zaječar, Soko Banja, Donji Milanovac, Ada, Topola, Nova Varoš und Crna Trava umfasst.

In einer Veranstaltung, an der die Vertreter der kommunalen Betriebe teilnahmen, erklärte Dorotea Giselman, stellvertretende Missionsleiterin der Bundesrepublik Deutschland, dass durch das Corona-Virus die Gemeinden und Städte sowie öffentliche Kommunalbetriebe mehr als je unter Druck stünden, angemessene Dienstleistungen unter Einhaltung der hohen Hygienestandards zu erbringen. „Deswegen wurden von der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit Maßnahmen entwickelt, um die Kapazitäten der Dienstleistungserbringung bei der Überwindung der Herausforderungen zu stärken. Ich freue mich sehr über die Unterstützung und die Solidarität, die von Deutschland und der Europäischen Union an Serbien geleistet wurden.“

Predrag Bogdanović, der Präsident des Verbandes für Wassertechnologie und sanitäres Ingenieurwesen, hob hervor, dass in einer Situation, wie es die Pandemie des Corona-Virus sei, die Sicherheit des Trinkwassers, Hygiene, sanitäre Einrichtungen und Sicherstellung der Kommunalleistungen von maßgeblicher Bedeutung für das Funktionieren von Städten, Dörfern und gesamten Regionen seien. „In Zusammenarbeit mit der GIZ haben wir nach dem Ausnahmezustand eine Analyse der Wasserversorgungssysteme der Republik Serbien durchgeführt und mit Freude können wir daraus schließen, dass die Sicherheit des Wassers gewahrt wurde. Bogdanović betonte, dass Wasserversorgungsunternehmen im Ausnahmezustand mehr Desinfektionsmittel hätten herstellen müssen, die sie auch verteilt hätten, gesamte Straßen, Einrichtungen und Wohngebäude habe man desinfiziert, so dass in dieser Zeit viele Mittel ausgegeben worden seien. Andererseits hätten manche öffentlichen Kommunalbetriebe weniger Hebeeffizienz erzielt. „Ich finde daher, dass diese Hilfe rechtzeitig gekommen ist und in die richtigen Hände gelangt. “ schloss Herr Bogdanović.

Darko Drndić, der Koordinator für Zivilschutz beim Städtetag erwähnte, dass sich der wichtigste Aspekt dieser Unterstützung darin wiederspiegele, dass sich deren positiven Effekte direkt bei den Bürgern Serbiens bemerkbar machen würden, da die Qualität der kommunalen Dienstleistungen einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Bürger habe.

Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit wird diese Art der Unterstützung auch an andere Staaten der West-Balkan Region leisten. Der Gesamtwert dieser Art Unterstützung liegt für das Jahr 2020 bei 400.000 Euro und umfasst neben der Ausstattung auch den Kapazitätsausbau für Reaktionen in Ausnahmezuständen durch die Erstellung von Planungsunterlagen, Online-Schulungen und Unterstützung bei der Umstellung auf das Online-Geschäft.