Die GIZ präsentierte im Rahmen der durch das Globalvorhaben „Migration für Entwicklung (PME) am 17. November 2020 organisierten Online-Konferenz „RE: Integrieren – Rückkehr und (Wieder-) Eingliederung: Herausforderungen während der COVID-19-Pandemie“ die Ergebnisse ihrer Arbeit im Bereich der (Wieder-)Eingliederung von Rückkehrern im Kontext der Pandemie.

Die Konferenz wurde von Frau Darija Kisić Tepavčević, der neuen Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales in der Regierung der Republik Serbien, und Dorothea Gieselmann, der ständigen Vertreterin des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Serbien, eröffnet.

Die Ministerin wies darauf hin, dass im Februar 2020 eine Strategie zur Wirtschaftsmigration für den Zeitraum 2021 – 2027 zur Regelung des Bereichs der Wirtschaftsmigration verabschiedet wurde.

Sie betonte, dass das Ziel der Strategie darin bestehe, ein besseres wirtschaftliches und soziales Umfeld zu schaffen, um den Abfluss der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu verlangsamen, die Beziehungen zur Diaspora zu stärken, die Rückkehr und die zirkuläre Migration zu fördern, aber auch ausländische Bürger mit unterschiedlichen Bildungsprofilen anzuziehen.

Frau Gieselmann sagte, dass Untersuchungen zeigen, dass 71% der jungen Menschen aus dem Westbalkan ihr Land verlassen, weil sie keine klare Beschäftigungsperspektive haben. Als Grund für die Ausreise geben die Jugendlichen häufig an, dass sie keine Weiterbildungsmöglichkeiten haben.

Das Programm PME leistete trotz der erschwerten Bedingungen der Wiedereingliederung von Rückkehrern während der Pandemie in Zusammenarbeit mit Partnern in Institutionen auf nationaler und lokaler Ebene sowie mehreren Organisationen der Zivilgesellschaft humanitäre Soforthilfe für Rückkehrer und am stärksten betroffene Gruppen der lokalen Bevölkerung und organisierte  während des gesamten Jahres andere Formen der Unterstützung für sie. Das Deutsche Informationszentrum für Migration, Berufsbildung und Karriere (DIMAK) setzte während der Pandemie seine Arbeit online fort und stellte den Nutzern somit uneingeschränkt alle Dienstleistungen zur Verfügung (8900 Unterstützungsmaßnahmen).

Serbien ist eines von 13 Ländern, in denen im Rahmen der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Initiative „Rückkehr zu neuen Möglichkeiten“ das Globalvorhaben „Migration für Entwicklung“ umgesetzt wird.

Seit 2017 wurden über 100.000 verschiedene Unterstützungsmaßnahmen bereitgestellt, von denen mehr als 12.000 Maßnahmen zur sozialen und wirtschaftlichen Wiedereingliederung von Rückkehrern aus Deutschland bestimmt waren, die vor zahlreichen Herausforderungen standen, von der Einbeziehung in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem bis hin zum Zugang zu  sozialen und gesundheitlichen Dienstleistungen. Die Programmpartner, das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales, die Nationale Arbeitsagentur (NES) und das Kommissariat für Flüchtlinge und Migration (KIRS) erhielten Unterstützung in Form von Ausrüstung und Software für die Fernarbeit.

Vertreter der NES und des KIRS haben sich auch an zwei thematischen Panels beteiligt. An der Konferenz waren über 100 Teilnehmer, Vertreter internationaler Organisationen, staatlicher Institutionen und Organisationen der Zivilgesellschaft  beteiligt.