Belgrad, 10.09.2021 – Im Rahmen des Programms der deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Inklusion von Roma und anderen marginalisierten Gruppen in Serbien“, das von der GIZ implementiert wird, wurde eine virtuelle Studienreise organisiert mit dem Ziel eine Plattform für den Austausch und für gegenseitiges Lernen zwischen den Vertretern serbischer Institutionen und ihren deutschen Kollegen zu gestalten, die sich mit der Arbeitsmarktinklusion marginalisierter Gruppen befassen. Der virtuelle Austausch dauerte sechs Tage und es beteiligten sich mehr als 100 Vertreter staatlicher Institutionen und der Organisationen der zivilen Gesellschaft.

Die Delegationen Deutschlands und Serbiens tauschten ihre Erfahrungen zum Thema des Informierens marginalisierter Gruppen über die Maßnahmen der Unterstützung bei der Beschäftigung und über die wichtige Rolle der Organisationen der Zivilgesellschaft bei der Vermittlung zwischen diesen Gruppen und Institutionen aus, die diese Art der Unterstützung gewährleisten. Es wurden auch Beispiele der guten Praxis in der Umsetzung der aktiven Beschäftigungsmaßnahmen der marginalisierten und schwer vermittelbaren Gruppen sowie die Gestaltung der evidenzbasierten Beschäftungspolitik und die Methodologie für das Monitoring und die Evaluierung der Wirkungen aktiver Beschäftigungsmaßnahmen vorgestellt.

– Wir sind sehr stolz, weil wir trotz der Einschränkungen wegen der COVID-19 Pandemie diesen virtuellen Austausch organisieren konnten, der sich als sehr erfolgreich herausstellte. Das Gute daran war, dass uns das Online-Format ermöglichte mehr Teilnehmer zu haben. Dies ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Zusammenarbeit und wir finden es ist gut, dass wir auf einem Ort die Vertreter des zivilen Sektors und staatlicher Institutionen versammeln konnten, denn das ist ausschlaggebend für die erfolgreiche Umsetzung von Inklusionsmaßnahmen. Nur mit vereinten Kräften können wir das Ziel erreichen und das ist die erfolgreiche Integration nicht nur von Roma*nja sondern auch von anderen marginalisierten Gruppen in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt, betonte Aleksandra Dimić-Ugrinaj, Leiterin des Programms „Inklusion von Roma und anderen marginalisierten Gruppen in Serbien“, das von GIZ umgesetzt wird.

Assistentin des Ministers für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen- und Sozialfragen, die die serbische Delegation leitete, Prof. Dr. Sandra Grujičić betonte, dass der virtuelle Erfahrungsaustausch mit den Institutionen aus Deutschland alle Erwartungen erfüllt hat.

– Der virtuelle Austausch der Erfahrungen mit den Institutionen aus Deutschland im Bereich der Gestaltung von Maßnahmen evidenzbasierter aktiver Beschäftigungspolitik, der Orientierung der Maßnahmen auf marginalisierte Gruppen arbeitsloser Personen einschließlich der Roma, sowie der Art und Weise des Monitorings der Wirkungen von Beschäftigungsmaßnahmen, hat alle Erwartungen des Ministeriums für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen- und Sozialfragen und hoffentlich auch anderer Teilnehmer erfüllt. Wir sind sicher, dass die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der GIZ und mit den Institutionen aus Deutschland in Einklang mit der guten Praxis im Bereich der Beschäftigung zur weiteren Förderung der Beschäftigungspolitik in Serbien beitragen wird, erklärte die Assistentin des Ministers für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen- und Sozialfragen Prof. Dr. Sandra Grujičić.

-Der virtuelle Studienbesuch hat alle unsere Erwartungen übertroffen, nicht nur in Bezug auf die technischen Einschränkungen, die wir der Online-Lern- und Austauschmethode zugeschrieben hatten, sondern auch in Bezug auf die inhaltliche Qualität, die den Teilnehmern des Studienaufenthalts geboten wurde – erklärte der Vorsitzende des Roma-Studentenvereins, Nenad Vladisavljev.

Das Programm der deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Inklusion von Roma und anderen marginalisierten Gruppen in Serbien“ setzt in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Menschen- und Minderheitenrechte und den sozialen Dialog Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Stereotypen um, verbessert die Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Institutionen auf nationaler und lokaler Ebene und führt Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung und Entwicklung lokaler Mechanismen durch.