Der feierliche Abschluss der im Rahmen des Fonds für nachhaltige lokale Entwicklung umgesetzten Initiativen fand am 6. September in Belgrad in Anwesenheit von Vertreter*innen der lokalen Selbstverwaltungen, nationalen Institutionen, Organisationen der Zivilgesellschaft (ZGOs) und Expert*innen auf dem Gebiet der Agenda 2030 und der Lokalisierung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) statt. Der Fonds für nachhaltige lokale Entwicklung wurde mit Unterstützung der Schweizerischen und der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit von der GIZ im Rahmen des Projekts „Öffentliche Finanzreform – Agenda 2030 “ implementiert.

Die Initiativen wurden in Bor, Sombor, Požega, Knjaževac und Pirot von den ZGOs Timok Club aus Knjaževac, dem Sombor Educational Center, der Stiftung Gymnasium „Veljko Petrovic“ aus Sombor und der Vereinigung junger Forscher*innen aus Bor gemeinsam mit den Partnerorganisationen Bürgerallianz für soziale Inklusion – GASI aus Požega und Pirgos aus Pirot in Zusammenarbeit mit den lokalen Selbstverwaltungen der genannten Städte und Gemeinden durchgeführt.

Schwerpunkte der durchgeführten Aktivitäten waren die Zusammenarbeit mit den lokalen Selbstverwaltungen bei der Ausarbeitung lokaler Entwicklungspolitiken in den Bereichen Gesundheit und Umweltschutz sowie die Sensibilisierung von Bürger*innen, insbesondere junger Menschen, für die Bedeutung der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene. Neben der Unterstützung bei der Erstellung strategischer Planungsdokumente umfassten die Aktivitäten der ZGOs auch Trainings- und Informationsworkshops, die Bereitstellung von Mülltrennungscontainern, die Sammlung von wiederverwertbaren Stoffen, die Erstellung von Informationsbroschüren sowie Leaflets und Lehrmaterialien über nachhaltige Entwicklung. Sämtliche Aktivitäten wurden von intensiver Öffentlichkeitsarbeit über die Medien und sozialen Netzwerke begleitet.

An der Veranstaltung nahm auch die Sonderberaterin der serbischen Premierministerin für die Agenda 2030 Slavica Đukić Dejanović teil.  Sie dankte den schweizerischen und deutschen Partnern für die Unterstützung und wies darauf hin, dass die umgesetzten Initiativen von großer Bedeutung seien, weil sie zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltungen beitragen.

Dies wurde von Richard Kohli, dem Leiter der Zusammenarbeit der Schweizer Botschaft, bekräftigt, der hervorhob, dass die lokalen Regierungen eine sehr wichtige Rolle im gesellschaftsweiten Dialog zur Umsetzung der SDGs spielen, da sie den Bürger*innen am nächsten stehen.

Christian Schilling, der Leiter der Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Botschaft, begrüßte die Entscheidung der Regierung der Republik Serbien, den lokalen Selbstverwaltungen eine wichtige Rolle bei der Erreichung der SDGs zuzuweisen. Aktuelle globale und regionale Entwicklungen wie die Covid-Pandemie oder die Energiekrise könnten einen zusätzlichen Impuls für die Diskussion und Zusammenarbeit zwischen Behörden auf nationaler und lokaler Ebene geben, um gemeinsame Lösungen zu finden, die im Einklang mit nachhaltiger Entwicklung stehen, meinte Schilling.