Eines der Hauptziele des globalen Programmes „Migrationen und Diaspora“, welches in Serbien die Deutsche Organisation für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchführt, ist die Stärkung der Schlüsselakteure in auserwählten Partnerländern, um im größeren Maße positive Effekte regelrechter Migrationen und der Diaspora für die lokale gesellschaftlich-wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.  Dies kann, unter anderem, durch kontinuierliche Ausbildung von Vertretern nationaler Institutionen, bzw. durch den Zugang zu internationalen Dialogveranstaltungen und Informationen von globaler Bedeutung im Bereich Migrationspolitiken erreicht werden.

In Zusammenarbeit mit dem Collective Leadership Institut (CLI), einer internationalen nicht gewinnorientierten Organisation zur Förderung von Zusammenarbeitsfertigkeiten organisiert die GIZ eine extensive Ausbildungsreihe zur erfolgreichen Überwindung von Nachhaltigkeitsherausforderungen mit dem Fokus auf eine hochwertige Zusammenarbeit interessierter Parteien, einen Dialogparadigmenwechsel und kollektive Führung. Für Profis, die sich mit den Fragen der Migrationen und Diaspora im Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und soziale Fragen, im Ministerium für innere Angelegenheiten, im Wirtschaftsministerium, an der Fakultät der politischen Wissenschaften, der Geografischen Fakultät, im Zentrum für soziale Politik, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Serbiens und zahlreichen anderen Organisationen der zivilen Gesellschaft, dem privaten Sektor, in der akademischen Gemeinschaft usw. und auf lokaler Ebene beschäftigen sind diese Schulungen in drei Modulen organisiert und stellen einen zusätzlichen Katalysator im Rahmen laufender Initiativen im Bereich Migrationen unter Beteiligung der Diaspora dar.

Die Teilnehmer an der Schulung haben sich das zweite Modul erfolgreich angeeignet, dieses wird im Laufe des Monates Juli, während eines interaktiven Webinars zur Einübung, bzw. Anwendung des gelernten, abgeschlossen.

„Mitarbeiter in Institutionen, die sich mit den Migrationen befassen, setzen sich in der Praxis meistens mit der Herausforderung der Anpassung des rechtlichen und politischen Rahmens an den veränderbaren Charakter der Migrationen und Veränderungen der polirischen Situation in der Region und der Welt auseinander.  Die erlangten Fertigkeiten werden uns in komplizierten Prozessen, die die Beteiligung und Integration verschiedener Akteure erfordern, behilflich sein“, sagte eine der Teilnehmerinnen an den Ausbildungsmaßnahmen Milica Milanković, Vertreterin des Innenministeriums.

Wenn wir über die Ziele hinsichtlich der Zusammenarbeit und der Geschäftsbeziehungen sprechen, kann festgestellt werden, dass während zurückliegender Module an der Aneignung der Werkzeuge für den Ausbau zusätzlichen Vertrauens zwischen den Hauptakteuren in der Republik Serbien im Bereich Migrationsmanagement und Zusammenarbeit mit der Diaspora gearbeitet wurde, aber auch der Verabredung über die Vorgehensweise und Einrichtung von vorausgehenden Arbeitsgruppen zum Thema Zusammenarbeit zwischen den Sektoren, Zusammenarbeit mit der Diaspora und positive Migrationsgeschichten, alles ist auf die Herstellung einer Dialogplattform zwischen mehreren Akteuren für das Migrationsmanagement und die Beteiligung der Diaspora ausgerichtet,  als auch auf das Erlernen einer gemeinsamen Sprache und Werkzeuge für kollektive Führung und den Dialogbeginn zwischen den Akteuren.

„Wir erwarten erstarkte Akteure, sie werden selbständig in der Zukunft  wissen  wie der Dialog mit mehreren Akteuren zu organisieren und zu leiten ist, sie werden außerdem eine Idee haben wie die Systeme der Zusammenarbeit zu beleben und sich der positiven Migrationsergebnisse bewusst sind, indem sie die Sensibilität dieses Themas im Auge behalten. Wir hoffen, dass die Teilnehmer dieser Ausbildungsmaßnahme die erlangten Fertigkeiten unmittelbar in ihrer täglichen Arbeit umsetzen werden, damit Serbien adäquat zahlreiche Vorteile regulärer Migrationen ausnutzen und  die Diaspora an der nachhaltigen Entwicklung optimal einsetzen kann.“, sagte Jovana Stamenković (GIZ), Managerin der Komponente „Migrationsmanagement“ im Rahmen des Programmes PMD.

Die Fertigkeit einen strukturierten Dialog mehrerer Akteure zu führen, der auf konkrete Ergebnisse zur Entwicklung nachhaltiger Initiativen ausgerichtet ist, stellt eine kollektive Kompetenz aller Dialogteilnehmer dar, anders gesagt, eine kohäsive Ansammlung von Kompetenzen, die sich nicht nur von den traditionellen, individuellen Kommunikationsfertigkeiten unterscheidet, sondern auf den Werten der Nachhaltigkeit und der Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl begründet ist. Solche Dialoge können einen Transformationseffekt in jedem Land nach sich ziehen, sie stellen den Weg von der Definition der entwicklungsorientierten Migrationspolitik bis zur Anwendung durch konkrete Handlungsvorschläge dar (Planung und Umsetzung).

Teilnehmer mit Abschlüssen in allen drei Modulen werden wirksame Vertreter der Veränderungen im Bereich Migrationen und Diaspora sein, die über eine ganze Reihe von Dialogfertigkeiten, Werkzeugen und praktischer Erfahrung für die Umsetzung komplizierter Ökosysteme der Zusammenarbeit verfügen.

Das dritte Modul wird im September dieses Jahres stattfinden, danach werden Teilnehmer an allen geplanten Workshops das Zertifikat eines Sachkundigen für kollektive Führung erlangen.

Das globale Programm „Migrationen und Diaspora“ wird vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Das Programm wird von der GIZ in Partnerschaft mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und soziale Angelegenheiten und dem Nationalen Arbeitssamt, als auch in enger Zusammenarbeit mit dem Kommissariat für Flüchtlinge und Migrationen und anderen relevanten Akteuren umgesetzt. Für mehr Informationen zu diesem Thema können Sie sich an die GIZ-Projektleiterinnen Jovana Stamenkovic (jovana.stamenkovic@giz.de), für Fragen der Zusammenarbeit mit den Medien Marija Brankovic (marija.brankovic@giz.de) wenden.