Weiterführende Schulen, Schüler*innen und Lehrkräfte im Westbalkan haben jetzt die Möglichkeit, am Austauschprogramm von SUPERSCHOOLS teilzunehmen. Diese neue Initiative zielt darauf ab Friedensbildung und Versöhnungsprozesse sowie den Dialog zwischen Schulen, Schüler*innen und ihren Bezugsgruppen zu unterstützen. Durch die Teilnahme am Programm haben Sekundarschulen die Möglichkeit, sich mit Projektideen zu bewerben und, falls ausgewählt, nicht nur Schüleraustausche durchzuführen, sondern auch an den weiteren Angeboten des Programms teilzunehmen, die sich dem Aufbau von Kapazitäten, der Vernetzung und der Zusammenarbeit widmen.

Das SUPERSCHOOLS-Programm ist Teil eines „Western Balkans Schulaustauschprogramms“, das gemeinsam von der Europäischen Union (EU) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert wird. Das 5,5 Millionen Euro dotierte Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem Regional Youth Cooperation Office (RYCO) umgesetzt.

Die erste offene Ausschreibung ist nun gestartet, Schulen können sich bis zum 28. Oktober bewerben. Um den Aufruf zu fördern organisierte das Projekt am 6. Oktober eine Eröffnungsveranstaltung für die Leiter*innen der Schulverwaltungsbezirke in Serbien im Metropol Palace Hotel in Belgrad.

Auf der Veranstaltung brachten Branko Ružić, Minister für Bildung, Wissenschaft und technologische Entwicklung der Regierung Serbiens, S.E. Emanuele Giaufret, Botschafter der Europäischen Union in Serbien und S.E. Thomas Schieb, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Serbien, ihre Unterstützung für das Programm zum Ausdruck und betonten die Bedeutung der Jugendmobilität und -zusammenarbeit.

Herr Ružić erklärte: „Bei Bildung geht es nicht nur um Studium, Lehrbücher und Klassenzimmer im herkömmlichen Sinne, Bildung ist viel mehr als das. Daher arbeitet das Ministerium nicht nur an der Bildung von Schüler*innen, sondern auch von Lehrkräften und Mitarbeitenden, um die Entwicklung des kreativen Denkens, der Forschung und der Vernetzung aller Akteure zu unterstützen.“

„Die EU unterstützt RYCO weiterhin, um jungen Menschen die aktive Teilnahme an allen sozialen und Entscheidungsprozessen zu ermöglichen, Versöhnung und Zusammenarbeit zu fördern und die Bildung von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis im Westbalkan zu unterstützen“, sagte S.E. Herr Emanuele Giaufret und ergänzte, dass der Dialog und die Zusammenarbeit junger Menschen durch den Austausch von Sekundarschulen hilft, demokratische Praktiken, gegenseitiges Verständnis sowie grundlegende Menschenrechte zu fördern.

„Es stimmt, dass Jugendaustausch zum besseren Verständnis und Vertrauen unter den jungen Menschen beiträgt, und das ist eine Herausforderung für den Westbalkan. Gerade für die älteren Generationen kann ein Wechsel der Wahrnehmungsweise schwieriger sein als für die Jugendlichen. Daher ist es sinnvoll, junge Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, sie so früh und so weit wie möglich mit unterschiedlichen Ansichten und Perspektiven auszusetzen“, so abschließend der deutsche Botschafter in Serbien, Thomas Schieb.

Ivana Antonijević, Leiterin der RYCO-Außenstelle in Serbien, betonte den Einfluss des Deutsch-Französischen Jugendwerks auf RYCO und erklärte den Teilnehmer*innen zusammen mit Astrit Rexhepi, SUPERSCHOOLS-Programmkoordinator, das SUPERSCHOOLS-Programm.

In den nächsten Tagen werden SUPERSCHOOLS-Infoveranstaltungen in Novi Sad, Niš, Čačak und Novi Pazar organisiert und Lehrkräfte sowie Schulleiter*innen können mehr über das Schüleraustauschprogramm erfahren.