Organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Partnerschaft mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales fand am 15. Oktober in Belgrad das Treffen „Stärkung der institutionellen Kapazitäten und der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich der Migration“ statt, bei dem mit relevanten Akteuren und Interessengruppen weitere Schritte zur Stärkung der Kapazitäten der Institutionen im Bereich der Migration in Serbien vereinbart wurden, darunter eine Reihe von Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiter von Institutionen, die sich mit Migrationsfragen befassen.

„Die gemeinsamen Bemühungen der Regierung der Republik Serbien, des Koordinationsgremiums zur Verfolgung der Wirtschaftsmigrationsströme und anderer relevanter Akteure führten im Februar dieses Jahres zur Verabschiedung der ersten nationalen Strategie zur Wirtschaftsmigration für den Zeitraum 2021-2027“, sagte Bojana Stanić, Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales, und betonte, dass die Ausarbeitung des Aktionsplans für den Zeitraum von 2021 bis 2023 zur Umsetzung der Strategie zur Wirtschaftsmigration im Gange sei.

Die Landesdirektorin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Serbien, Daniela Funke, erklärte, dass die Migrationssteuerung, die multisektoraler Natur ist, die Zusammenarbeit und Koordination der Schlüsselakteure als entscheidender Faktor bei der Bewältigung zahlreicher Herausforderungen und Potenziale im Zusammenhang mit der Migration erfordert. “Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit begrüßt die Koordination verschiedener Geber in diesem Bereich, um auf möglichst sinnvolle Weise Synergien zu schaffen“, fügte Daniela Funke hinzu.

„Die Erhebung, das Monitoring und der Austausch statistischer Daten, die qualitative Verfolgung der (Wirtschafts-)Migration und die Harmonisierung der staatlichen Maßnahmen für ein gemeinsames Vorgehen im Migrationsbereich sowie die Identifizierung der Potenziale der zirkulären Migration und der Rolle der Diaspora in der Entwicklung des Landes – sind die Grundlage einer intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit der GIZ mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales und anderen institutionellen Akteuren in der Republik Serbien“,  sagte die Landesdirektorin der GIZ Serbien, Daniela Funke.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland (BMZ) führt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Globalvorhaben „Programm Migration & Diaspora“ (PMD) in 22 Partnerländern weltweit durch. Die wichtigsten politischen Partner in Serbien sind das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales und die Nationale Arbeitsagentur. Ziel des Projekts ist die Förderung der weiteren Entwicklung und Umsetzung einer nachhaltigen Migrationspolitik auf der Grundlage des Globalen Paktes für Migration (GCM) durch den Aufbau von Kapazitäten bei den Partnerinstitutionen und relevanten Akteuren. Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau werden in Form von Schulungen durchgeführt, die auf den ermittelten Bedürfnissen der relevanten Akteure basieren.

Migration ist eine globale Realität mit einer ganzen Reihe von Chancen und Herausforderungen. Etwa 258 Millionen Menschen, d.h. etwa 3% der Weltbevölkerung, leben derzeit außerhalb ihres Herkunftslandes. Insbesondere die Entwicklungsländer stehen vor der Herausforderung, eine Migrationspolitik zu definieren, die die Interessen von Migranten, Herkunfts- und Zielländern widerspiegelt. In diesem Zusammenhang gewinnt die Frage der Migrationssteuerung, die die Instandsetzung und Steuerung des rechtlichen Rahmens, der öffentlichen Politiken und der sozialen Leistungen im Bereich der Migration umfasst, weltweit zunehmend an Bedeutung.