Am 8. Oktober organisierte der Belgrader Fonds für politische Exzellenz (BFPE) im Rahmen des Mikser Festivals, einer jährlichen Ausstellung, die Design, Architektur, Städtebau, neue Technologien, Kunst, Musik und Kommunikation in Serbien fördert und die dieses Jahr unter dem Motto „Sauerstoff“ stattfand, eine Paneldiskussion zum Thema „Unbegrenzte Bedürfnisse der Menschen vs. begrenzte Ressourcen unseres Planeten“. Teilnehmer*innen des Panels im „Zornić-Haus“, einem Veranstaltungsort in der Nähe von Belgrad, waren Nikola Božić, Programmdirektor des Forschungszentrums Petnica, Dušan Stojaković, Manager für nachhaltige Entwicklung und Marketing der Hemofarm a.d., und Nada Lazić, Beraterin für Umweltschutz und ehemalige Parlamentsabgeordnete und Koordinatorin der informellen Grünen-Fraktion. Das Panel wurde von Lidija Radulović, der BFPE-Programmkoordinatorin, moderiert.

Die Diskussionsteilnehmer*innen erörterten das Thema anhand von Erfahrungen aus ihren jeweiligen Berufsfeldern. So hat Nikola Božić die Fragen der Nachhaltigkeit unter dem Gesichtspunkt der Bildung betrachtet und nachhaltige Praktiken vorgestellt, die das Forschungszentrum „Petnica“ in der Arbeit mit seinen Studierenden umsetzt. Darüber hinaus betonte Božić, wie wichtig es sei, die Idee der Nachhaltigkeit im Bewusstsein junger Menschen zu verankern.

Dušan Stojaković sprach über Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt auf dem Unternehmenssektor und verwies insbesondere auf die Geschäftspraktiken des serbischen Pharmaunternehmens Hemofarm a.d., einem Mitglied der STADA Gruppe, die den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und den Zielen für nachhaltige Entwicklung entsprächen. Nada Lazić stellte die Rolle des Staates beim Übergang zu nachhaltigen Entwicklungsmustern heraus. Sie kam zu dem Schluss, dass eine solche Transformation für die Regierung Serbiens derzeit keine Priorität hätte, und der Hauptgrund hierfür ihrer Meinung nach der Mangel an politischem Willen sei.

Die Plattform „SDGs for All“ wird von den Regierungen der Schweiz und Deutschlands unterstützt und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen des Projekts „Reform der öffentlichen Finanzen – Agenda 2030“ durchgeführt. Projektpartner sind die Belgrader offene Schule, der Belgrader Fonds für politische Exzellenz, das Center for Advanced Economic Studies, die Ana and Vlade Divac Foundation, die Center for Democracy Foundation und das Timok Youth Center. Ziel der Plattform ist der Aufbau eines gesellschaftsweiten Dialogs zwischen den wichtigsten nichtstaatlichen Akteuren in Serbien über die Anpassung der Entwicklungsprioritäten Serbiens an die Ziele der Agenda 2030.