„Vereinfachung der Verwaltungsverfahren und -vorschriften – E-Papier“ ist ein Projekt der Regierung der Republik Serbien zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für die Wirtschaft. Es wird seit 2016 in Zusammenarbeit mit vielen Geldgebern durchgeführt, während die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit diese Aktivitäten in der Vojvodina unterstützen wird. Bisher hat das Projekt „Unterstützung der Reformen der öffentlichen Verwaltung in Serbien“ die Einrichtung eines einheitlichen Registers der Verwaltungsverfahren für die Geschäftstätigkeit auf nationaler Ebene unterstützt.

ePaper ist Teil einer umfassenden Reform, die darauf abzielt, die Geschäftsbedingungen zu verbessern und den Verwaltungsaufwand für die Wirtschaft zu verringern. Das Ziel ist es, alle administrativen Abläufe und sonstigen Geschäftsbedingungen aufzulisten, zu optimieren, öffentlich zugänglich zu machen und zu digitalisieren.

In den letzten drei Jahren wurden etwa 2500 Verwaltungsaufgaben aufgelistet, die in die elektronische Datenbank eingegeben wurden. Entsprechend den erwarteten Projektergebnissen wird bis 2021 ein Verzeichnis aller administrativen Tätigkeiten erstellt. Dieses Register wird öffentlich zugänglich sein, und Geschäftsleute können durch einfache Suche an einem Ort alle Informationen abrufen, die für die Durchführung eines bestimmten Verwaltungsverfahrens erforderlich sind.

So kann beispielsweise ein Unternehmer, der ein Handelsunternehmen gründen möchte, an einem Ort Informationen zur Unternehmensgründung, spezifische Regeln für sein Tätigkeitsfeld sowie Informationen darüber finden, an wen und wann er im Geschäftsverlauf Bericht erstatten soll.

Mit dem ePaper-Projekt erhält die Wirtschaft ein sicheres Geschäftsumfeld und eine verantwortungsvolle öffentliche Verwaltung, die die Qualität ihrer öffentlichen Dienstleistungen und die Kommunikation zwischen Behörden, Organisationen und den Datenaustausch verbessern und erleichtern wird.

Am Arbeitstreffen im Gebäude der Nationalversammlung Vojvodinas vom 4. April 2019, das den Beginn der Aktivitäten darstellte, nahmen der Ministerpräsident der Provinzregierung, Igor Mirović, die Direktorin des Bundessekretariats für öffentliche Ordnung, Bojana Tošić, und Alexandra Hilbig, Leiterin des Projekts der deutsch-serbischen Entwicklungszusammenarbeit Unterstützung der Reform der öffentlichen Verwaltung in Serbien teil.